Viertes Multipla Fiat - Treffen 27./28.08.2005 in Berlin

Resümee in Kurzform:

B- + B- + B- + B- + BO- + D- + E- + EBE- + HD- + KM- + L- + MI- + RD- + RE- + UE- + WAF- = Multipla-Treffen 2005

Es war sehr schön. 16 Multipla trafen sich in Berlin. An Fahrzeugen und Teilnehmern eine Steigerung zum letzten Jahr. Alle Antriebsarten waren vertreten - zwei Benziner, fünf Bipower, ein Blupower, sechs JTD und zwei (etwas anders aussehende) Naturalpower.


Resümee, ein wenig länger:

Wir hatten uns schon Donnerstag auf die Reise gemacht - Berlin soll ja immer eine Reise wert sein. Kein Stau - unsere Multi durfte auch mal über längere Strecken 160 fahren (ist sie als Holland-Pendler nicht gewohnt) und dankte dies mit einem großzügigen Verbrauch von 7,5 l/100km. Egal - die Multipla schnurrte wie ein Uhrwerk und den Mehrverbrauch holten wir bei einem Tank-Event der Shell-Tanke in der Mariendorfer Chausee wieder rein. Es gab nur an diesem Donnerstag 6 Cent Rabatt auf den Liter (drum sind wir schon Donnerstag gefahren) und ich vermute, fast ganz Berlin war dort zum Tanken.

So hatten wir schon vor dem "offiziellen Treff" ein Highlight. Auf und an der Tanke gab es viel von der guten Berliner Luft. Vielleicht deshalb eine immer wieder faszinierende Stadt. Der Freitag gehörte ganz der Kultur und Architektur. Samstag morgen tätigten wir dann unseren Umzug nach Ver.di`s. City ade - hallo Wannsee. Einfach genial, die Lagen der Ver.di-Häuser - wir durften ja schon drei zuvor testen.

Fast zeitgleich mit Multiplisten aus BO und RD trafen wir am Domizil am Wannsee ein - in etwa pünktlich zwischen 10:30 und 11:00. Diese überfallartige Ansammlung von zu diesem Zeitpunkt nicht erwarteten Gästen, führte an einer zunächst verlassenen Reception zu Irritationen und geringfügigen Eincheckschwierigkeiten:

- Zwei Erwachsene mit zwei Kindern?
- Kinderbett?
- Angemeldet?
- Für Sie ist gar nichts vorgesehen!
(fast) jedes Haus dieser Art verfügt in solchen Fällen über einen improvisationsfähigen Koch, der so ganz nebenbei einen Überblick über die Zimmerbelegung hat. So auch hier - und ... es wurden einerseits noch belegbare Räumlichkeiten hervorgezaubert. Andererseits wurden aus bestellten oppelzimmern Einzelzimmer. Wenn man`s früh genug erfahren würde, sähe die Kofferbelegung entsprechend etwas anders aus...

Aber das sind zu verkraftende Kleinigkeiten - das Haus arbeitet halt ständig an seiner (noch nicht vorhandenen) Professionalität. Dazu gehörte auch eine unversorgte Zimmertoilette. Wie gesagt Kleinigkeiten. Wichtig war das multiple Wiedersehen der rollenden Six-Pack's mit dem einzigartigen Design und den darin lebenden Nutzern. Und so trafen sie sich wieder - diesmal am Wannsee: Altbekannte Multipla mit (alt)bekannten Einsitzenden, (alt)bekannte Einsitzende mit "neuer" Multipla und neue Gesichter konnten begrüßt werden (gottlob) in bekannten Designer-Mobilen. Insgesamt 16 Multipla versammelten sich auf dem Parkplatz vor dem Ver.di-Haus. Darunter auch zwei "neue" Naturalpower.

Nach gemeinsamem Mittagessen erfolgte eine kurze Lagebesprechung für die anschließende kleine Stadtrundfahrt mit dem ersten Etappenziel "Brandenburger Tor". In mehr oder weniger zusammenhängender Kolonne ging es vom Wannsee über die Avus Richtung Funkturm und von dort über die Hauptachsen Richtung Siegessäule und Brandenburger Tor. Ein Teil fuhr über den Kaiserdamm, Bismarckstraße, ein Teil fuhr über Spandauer Damm, Otto-Suhr-Allee, um sich am Kreisel Ernst-Reuter-Platz fast wieder zu vereinen. Nun sind die Berliner Kreisel, damit der Verkehr nicht zu flüssig wird, mit Ampeln ausgestattet. So macht auch Kreiselfahren mit ein paar Multis keinen Spaß (das müssen wir `mal in Holland tun). Der geplante längere Halt in der Nähe des Brandenburger Tores in total abgeschiedener Lage wurde zum Kurzstopp. Es gab nicht die geringste Chance auch nur eine Multipla ordnungsgemäß zu parken (alle Ministerien hatten rein zufällig an "unserem" Wochenende ihren Tag der offenen Pforten.)
Drum wurde vereinbart - alle weiter zum "Meilenwerk". Die Fahrt durch die City war dann auch ein Hingucker für die Leute. Das "Meilenwerk" war dann ein schöner Zwischenstopp.

Dieses Gebäude war einmal das größte Straßenbahndepot Europas und beherbergt nun das "Forum für Fahrkultur". Sehens- und erlebenswert. Für die, die sich noch einmal inspirieren lassen möchten und für die, die nicht dabei waren: www.meilenwerk.de. Auch den Kindern hat`s gefallen, gab es doch einen schönen Spielplatz.

Ob es den Müttern auch gefallen hat? Darüber muss noch gesprochen werden. Alternatives Damenprogramm. Haben sich doch Multis zum Shopping abgesetzt! Diese waren zum Höhepunkt des Tages, dem ultimativen multiplen Gruppenfoto, leider nicht vorhanden.

Dieses Gruppenfoto ließ sich im Meilenwerk nicht bewerkstelligen - zu viele nicht fotogene Fremdvehikel. Wo ist dann Platz für 13 Multipla? Natürlich vor dem Olympiastadion. Gute Idee. Kurz eine Info eingeholt - Herta spielt (und verliert) heute auswärts - dann ist dort der Platz den wir benötigen. Stadtrundfahrt zweiter Teil. Vor dem Olympiastadion angekommen erfolgte zunächst die Ausrichtung der Mobile für das anstehende Gruppenbild (mit und ohne Menschen).

Nach Höchstbeanspruchung der Speichermedien war noch Zeit für einen Kurzbesuch im Olympiastadion. Dann zurück zur Unterkunft am Wannsee. Es folgte das Abendessen. Zu diesem Zeitpunkt des Treffens hatte sich eine beachtliche Zahl der Teilnehmer abgegrenzt und "kochte sein eigenes Süppchen": Hier ist der Kids-Tisch - da haben Erwachsene nichts zu suchen!

Im Anschluss an das Abendessen folgte der gemütliche Teil in der hauseigenen Kneipe. Schön, wie alle problemlos zueinander fanden. Faszinierend wieder einmal die Kinder, die schnell eine homogene Truppe bildeten und sich im Hause wohl fühlten. Teile davon wurden nur noch bei Kontrollfunktionen gesichtet: "Was machen die Eltern?" "Wie geht es ihnen?" "Sind die noch fit?" Es fand ein ausgiebiger multipler Erfahrungsaustausch (z.B. wo gibt es Marder, die zerbissene Kabel auch wieder flicken) statt und Zukunftsplanungen (z.B. wo treffen wir uns im nächsten Jahr?) wurden erörtert bis spät in die Nacht - oder war es früh am Morgen?

"Am frühen Sonntagmorgen" gab es jedenfalls noch ein Abschiedsfrühstück. Es erfolgte Packen, Auschecken und das Verabschiedungsdefilee auf dem Parkplatz. Welches gewohnheitsgemäß nicht unter einer Stunde dauert. Denn immer wieder werden urplötzlich vereinzelte technische wie optische Unterschiedlichkeiten an eigentlich baugleichen Modellen festgestellt. Kurz vor Abfahrt fallen fehlende Bodenbleche und wirklich nicht zu tolerierende Spaltmaße an Motorhauben auf.

Zum Entsetzen der Besitzer werden Krankheiten diagnostiziert: Deiner hat auch die Spurkrankheit und die Reifen laufen ungleichmäßig ab.

Auch müssen Zusatzheizung, Tempomat und PS-fördernder-Chip einer nochmaligen Begutachtung herhalten. (Frau glüht zum x-ten Male vergebens vor - Mann liegt schon wieder unter dem Auto - Kinder verflüchtigen sich erneut "Ihr fahrt noch nicht? Wir sind gleich wieder da") An Heimfahrt ist weiterhin nicht zu denken. Die Anwendung eines mikrobiologisch phosphatfreien, Umwelt unbedenklichen und trotzdem lackfreundlichen Kunststoff-Pflegemittels muss noch einen Glanz-und-Perl-Vergleich zwischen Multipla, seidenschwarz (Farbe 803) und Multipla, wayblue (Farbe 416) herhalten.

Drum fahren wir als letzte vom Ver.di-Hof und lassen eine grüne Multipla aus EBE- zurück. Die Familie muss noch in Berlin und anschließend auf Usedom Filmröllchen suchen und neu verstecken. ;-))

Unsere anschließende Ost-West-Passage war von heimkehrenden Niedersachsen geprägt (warum müssen die ihr Ferienende auf unser Treffen legen?!). Es hatte den Eindruck, alle Niedersachsen waren auch in Berlin. Neben den vielen schönen langen Staus bekamen wir noch ein paar Extras geboten. Eine Autobahn als Parkplatz - eine Umleitungsstrecke dann auch als Parkplatz. Denn ausgerechnet auf dieser Umleitungsstrecke musste ein Automobilist-West die Standfestigkeit eines Alleebaumes-Ost testen. Was uns wiederum eine kostenlose Leistungsschau des örtlichen Rettungsdienstes ermöglichte. Den ruhenden Verkehr auf der Autobahn in der Ferne im Sichtfeld, konnten wir nun auf unserem Behelfsparkplatz auf einer wunderschönen Allee am Ortsausgang von Nordgermersleben picknicken.

Inklusive Taxierung unserer Multipla durch die Anwohner.
- Mutti schau `mal - was für`n komisches Auto.
- Das ist ein Fiat.
- Nee.
- Doch. Steht doch drauf.
- Guck mal, die können ja mit Dreien zu vorne sitzen.
- Des is aber een komischer Fiat.

Das Interesse an diesem seltsamen Auto wurde nur kurz beim Einschweben des Rettungshubschraubers unterbrochen. Das war der Zeitpunkt zur Gesprächseröffnung um zu klären, dass wir nicht von einem anderen Stern kommen, sondern n u r ein unheimliches praktisches Auto fahren. Halt eine Multipla. Währenddessen kam der freundliche Hinweis "schaun sie `mal da hinten auf der Autobahn - da läuft es wieder". Der Hubi hatte seinen Rotor abgestellt und machte keine Anzeichen eines Entschwebens. Also Wendemanöver und Anwendung der Insidertipps "wie komme ich auf dem kürzesten Wege wieder auf die Bahn". Und weiter ging es gen Westen. Zum nächsten Stau. Der war aber zum Glück schon tief im Westen - obwohl hier kein Ferienende war.

Wir sind gut gelandet - dem Ausrichter und den unterstützenden Berlin-Experten ein großes Dankeschön. Wir freuen uns auf das nächste Multipla-Treffen.

Grüße aus dem Düssel-Dorf


4.Multipla Fiat Club Treffen 2005 in Berlin

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